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Arnis, Eskrima, Kali PDF Drucken E-Mail

Eskrima, Arnis oder Kali sind im Allgemeinen verschiedene Bezeichnungen für eine Form der philippinischen Kampfkünste (FMA).

Die Begriffe selbst beziehen sich auf eine hauptsächlich bewaffnete Kampfkunst, in welcher der Fokus auf Stock- und Klingentechniken (Doppelschwert-, Speer-, Schwert- und Schild sowie Messer) liegt, allerdings auch den waffenlosen Kampf, sprich Ringen, philippinisches Boxen und Treten beinhaltet.

Eskrima, auch Escrima geschrieben, leitet sich von dem spanischen Begriff "Esgrima", zu Deutsch Fechten, her. Der Grund für die Existenz zweier Schreibweisen gibt, liegt darin, dass es im philippinischen Alphabet den Buchstaben c nicht gibt.

Arnis ist eine Verballhornung des Terms „Arnes“, zu Deutsch Harnisch. Er leitet sich daraus ab, dass die spanischen Besatzer, die zuerst 1521 auf den Philippinen landeten, in ihren Rüstungen zu ungelenk und schwer waren, um gegen die phil. Krieger zu bestehen. Später gewannen diese allerdings einen Vorteil durch ihre Schusswaffen und versklavten das Land.  

Woher der Name Kali stammt, ist bis heute unklar. Dan Inosanto führte den Begriff auf die beiden alt-malaiischen Worte KAhmot (Hand) und LIhot (Körper) zurück und meinte, dass es für Bewegung von Hand und Körper stünde. Eine weitere Theorie besagt, dass der Name der indischen Göttin Kali nachempfunden wurde, oder aber von dem alt-malaiischen „Kalis“, Schwert, abgeleitet sei.

 

Prinzip und Technik 

Der Ausgangspunkt dieser Schule ist der Einsatz von Waffen. Die Waffe soll Verlängerung des Körpers betrachtet und mit zunehmendem Können nicht mehr als Fremdkörper empfunden werden. Geübt wird i.d.R. mit Rattanübungsstöcken, bei Fortgeschrittenen manchmal auch mit Holzstöcken verschiedener Dicke, Länge und Schwere. Für die Demonstration von Schwerttechniken werden in Deutschland auch stumpfe Klingenwaffen eingesetzt. Auf den Philippinen hingegen trainieren Meister der Kunst bis zum heutigen Tage mit echten Klingen. Techniken gibt es z. B. für den Kampf mit zwei Stöcken (Doble Baston, Sinawali, Sulawali), mit einem Stock (Schwert) und einem Dolch (Daga) genannt Espada y Daga, mit einem Stock (Solo Baston, Solo Olisi) respektive Schwert/Klinge oder ohne Waffen. Einige waffenlose Techniken zielen darauf ab, sich eine Waffe zu beschaffen, indem man dem Gegner seine Waffe entreißt. Die meisten waffenlosen Techniken stammen ursprünglich von den Waffentechniken. Auch sehr kurze Stöcke (Palmsticks von engl. palm - Handfläche), kaum länger als eine Hand breit, kommen zum Einsatz.

Heutige Zeit

Heute geht es im Eskrima-Training u. a. darum, verschiedene Aspekte des Waffenkampfes zu behandeln; Entwaffnungstechniken, sowie andere Möglichkeiten der Verteidigung gegen Angriffe mit und ohne Waffen gehören ebenso zum Repertoire wie letztlich auch die waffenlose Umsetzung der Kampfprinzipien und Strategien. Durch die Sicherheit im Umgang mit den unterschiedlichsten Gegenständen wie z. B. Kurz- und Langstock, Schwert und Messer wird das höchste Ziel erreicht: die Angst vor einem bewaffneten Gegner zu verlieren – denn selbst Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Regenschirm oder sogar Kugelschreiber können wirkungsvoll als Waffe eingesetzt werden. Durch Benutzung eines Gegenstandes muss der Kraft und dem Gewicht des Gegners keine allzu große Bedeutung beigemessen werden – entscheidend ist die Geschicklichkeit im Umgang mit der Waffe. In unseren Regionen ist des Weiteren die Tanzvariante verbreitet. Hier werden, unter anderem im Theaterbereich, Musikstücke verwendet, zu denen dann zuvor vorgegebene Schlagabfolgen gespielt werden.


Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Eskrima, 24.08.2010, 22.00 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Arnis_%28Kampfkunst%29, 4.08.2010, 22.00 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Kali_%28Kampfkunst%29, 24.08.2010, 22.00 Uhr